Ob Bohrmaschine, Hochdruckreiniger oder Stichsäge: Viele Werkzeuge werden nur selten genutzt – kosten aber in der Anschaffung richtig Geld und brauchen Platz. Statt dass jede Person im Freundeskreis dieselben Geräte zweimal (oder dreimal) kauft, lohnt sich ein smarter Ansatz: Werkzeuge gemeinsam nutzen, organisiert teilen und verantwortungsvoll pflegen. In diesem Artikel erfährst du praxisnah, wie das in Deutschland und Österreich funktioniert – inklusive Regeln, Checklisten, Apps, Haftungsfragen und Ideen für eine „Tool-Community“, die dauerhaft Spaß macht.

Warum gemeinsam statt doppelt kaufen? Der unterschätzte Nutzen gemeinsamer Werkzeugnutzung

Viele Haushalte in Deutschland und Österreich kennen das Problem: In Keller, Abstellkammer oder Garage liegen Geräte, die man einmal für ein Projekt gekauft hat – und dann Monate oder Jahre nicht mehr anfasst. Typische Beispiele sind ein Fliesenschneider für das Bad, ein Rotationsschleifer für eine Renovierung oder ein Vertikutierer für den Frühling. Das ist nicht nur teuer, sondern auch unpraktisch: Geräte brauchen Stauraum, Wartung und manchmal Ersatzteile.

Genau hier setzt das Prinzip Werkzeuge im Freundeskreis teilen an – ohne komplizierte Vereinsstrukturen, aber mit klaren Absprachen. Wer klug organisiert, profitiert gleich mehrfach:

  • Kosten sparen: Anschaffungskosten, Wartung, Zubehör werden verteilt oder entfallen.
  • Platz gewinnen: Nicht jeder muss alles lagern.
  • Bessere Qualität nutzen: Statt günstiger Spontankäufe kann man sich gemeinsam hochwertigere Geräte leisten.
  • Nachhaltiger handeln: Weniger Ressourcenverbrauch, weniger Elektroschrott.
  • Know-how teilen: Mit dem Werkzeug wandert oft auch die Erfahrung mit.

Wichtig ist nur: Teilen funktioniert am besten, wenn es nicht „zufällig“ passiert, sondern strukturiert. Dann bleibt es freundlich, fair und zuverlässig – und niemand hat das Gefühl, ausgenutzt zu werden.

Welche Werkzeuge eignen sich besonders zum Teilen?

Nicht jedes Werkzeug ist gleich gut geeignet. Grundsätzlich gilt: Je seltener die Nutzung und je höher der Preis, desto größer der Vorteil. Gleichzeitig sollte das Gerät robust sein und sich leicht transportieren lassen.

Besonders share-taugliche Geräte (Top-Liste)

  • Bohrhammer / Schlagbohrmaschine (inkl. SDS-Bohrer-Set)
  • Akkuschrauber (2 Akkus) – ideal, wenn mehrere im Kreis dasselbe Akkusystem nutzen
  • Stichsäge / Handkreissäge (mit Führungsschiene, falls vorhanden)
  • Exzenter- oder Bandschleifer (plus Schleifpapier in unterschiedlichen Körnungen)
  • Hochdruckreiniger (Terrasse, Auto, Fahrrad)
  • Leiter / Tritt (Teleskopleiter ist oft ein Gamechanger)
  • Winkelschleifer (Trennscheiben als Verbrauchsmaterial separat regeln)
  • Nass-/Trockensauger (Renovierung, Keller, Werkstatt)
  • Gartenmaschinen: Vertikutierer, Häcksler, Motorsense, Heckenschere, Rasenlüfter
  • Messgeräte: Laser-Entfernungsmesser, Kreuzlinienlaser, Leitungssucher

Werkzeuge, die eher schwierig zu teilen sind

  • Hygienesensible Geräte (z. B. Nassschneider mit schwieriger Reinigung), außer man klärt Reinigung klar ab.
  • Hochverschleiß-Tools mit teurem Verbrauchsmaterial, wenn kein System für Ersatz/Abnutzung existiert.
  • Profi-Spezialgeräte, bei denen Fehlbedienung teuer oder gefährlich ist (z. B. Kettensäge ohne Erfahrung).

Psychologie des Teilens: Wie man Konflikte vermeidet, bevor sie entstehen

Im Freundeskreis ist die Beziehung wichtiger als das Werkzeug. Genau deshalb sind klare Regeln kein Misstrauensbeweis, sondern Beziehungspflege. Die häufigsten Konfliktursachen sind:

  • Unklare Rückgabezeiten („Nur kurz“ wird zu „zwei Wochen“).
  • Beschädigungen ohne offene Kommunikation.
  • Unterschiedliche Sorgfalt (Reinigung, Transport, Lagerung).
  • Ungerechte Nutzung (eine Person leiht ständig, gibt aber nie etwas).

Die Lösung ist eine Kultur aus Transparenz, Fairness und Verlässlichkeit. Wenn alle wissen, wie geliehen wird, wie lange, was bei Schäden passiert und wie Verbrauchsmaterial gehandhabt wird, bleibt es entspannt.

Das Grundmodell: So baut ihr eine Werkzeug-Sharing-Struktur im Freundeskreis auf

Es gibt mehrere Wege, Werkzeuge gemeinschaftlich zu nutzen. In Deutschland und Österreich funktionieren besonders gut diese drei Modelle – je nachdem, wie groß euer Kreis ist und wie oft ihr Projekte habt.

Modell 1: „Leihen unter Freunden“ (minimaler Aufwand)

Jede Person behält ihre eigenen Werkzeuge, aber ihr nutzt eine gemeinsame Übersicht und feste Regeln. Vorteile: kein gemeinsames Eigentum, wenig Diskussion. Nachteil: Manche besitzen mehr, manche weniger.

Geeignet für: 3–8 Personen, lockerer Austausch, gelegentliche Nutzung.

Modell 2: „Tool-Pool“ (gemeinsam angeschafft)

Ihr kauft ausgewählte Geräte gemeinsam (z. B. Hochdruckreiniger, Leiter, Laser) und lagert sie an einem festen Ort. Vorteil: Kosten werden geteilt, Qualität kann steigen. Nachteil: Wer verwaltet? Wer lagert?

Geeignet für: 4–12 Personen, regelmäßige Projekte, hoher Nutzen pro Gerät.

Modell 3: „Nachbarschaft + Freundeskreis“ (größeres Netzwerk)

Gerade in deutschen und österreichischen Wohnsituationen (Mehrfamilienhaus, Reihenhaus-Siedlung, Dorf) lohnt sich eine Mischform: Freunde + vertrauenswürdige Nachbar:innen. Vorteil: mehr Geräte, mehr Verfügbarkeit. Nachteil: Es braucht stärkere Organisation.

Geeignet für: 8–25 Personen, klarer Ablauf, ggf. digitale Verwaltung.

Regeln, die wirklich funktionieren: Eure Tool-Sharing-Spielregeln in 10 Punkten

Damit das Teilen langfristig Freude macht, helfen einfache, schriftlich festgehaltene Absprachen. Das kann in einer WhatsApp-Gruppe angepinnt, in einem geteilten Dokument oder in einer App hinterlegt sein.

  1. Anfrage immer mit Zeitraum: „Kann ich den Bohrhammer von Freitag 18 Uhr bis Sonntag 16 Uhr haben?“
  2. First come, first served – oder Prioritäten nach Projekt (z. B. Umzug vor Deko).
  3. Rückgabe pünktlich oder aktiv um Verlängerung bitten.
  4. Sauber und vollständig zurück: Gerät, Koffer, Zubehör, Anleitung.
  5. Verbrauchsmaterial regeln: Wer Schleifpapier/Trennscheiben verbraucht, ersetzt es.
  6. Schäden sofort melden – ohne Drama, aber ehrlich.
  7. Transport verantwortungsvoll: ordentliche Sicherung im Auto, keine losen Teile.
  8. Keine Weiterverleihung ohne Zustimmung der Eigentümerperson bzw. der Gruppe.
  9. Einweisung bei Bedarf: 3 Minuten Erklärung spart 300 Euro Reparatur.
  10. „Danke“-Kultur: Eine kurze Nachricht nach Rückgabe wirkt Wunder.

Die Werkzeugliste: Inventar erstellen, ohne dass es nervt

Eine gemeinsame Inventarliste ist das Herzstück, wenn ihr Werkzeuge im Freundeskreis teilen wollt. Sie muss nicht perfekt sein – aber auffindbar und aktuell. Drei Varianten sind besonders praktikabel:

Variante A: Geteiltes Google Sheet / Excel Online

  • Spalten: Werkzeug, Marke/Modell, Zubehör, Ort, Eigentümer:in, Status (frei/ausgeliehen), Hinweise
  • Vorteil: schnell, kostenlos, für alle verständlich.
  • Tipp: Filter und eine Spalte „Nächster Service/Check“ ergänzen.

Variante B: Tool-Sharing-Apps

Je nach Region werden in Deutschland und Österreich unterschiedliche Apps genutzt. Häufig funktionieren auch allgemeine Leih-/Nachbarschafts-Apps oder Organisationsapps (Inventar + Kalender). Wichtig ist weniger der Name der App als die Funktionen:

  • Inventar mit Bildern
  • Buchung oder Reservierung
  • Chat / Benachrichtigungen
  • Verfügbarkeit sichtbar

Variante C: WhatsApp/Signal + „angeheftete“ Übersicht

Für kleinere Gruppen reicht oft ein Chat, in dem eine Nachricht mit Inventar-Link und Regeln angepinnt wird. Wichtig: Das Inventar selbst sollte außerhalb des Chats liegen, sonst wird es schnell unübersichtlich.

Kalender & Verfügbarkeit: So verhindert ihr Doppelbuchungen

Wenn zwei Personen denselben Hochdruckreiniger fürs Wochenende einplanen, ist Stress vorprogrammiert. Deshalb lohnt sich ein gemeinsames System:

  • Gemeinsamer Kalender (Google/Apple/Outlook): Ein Termin pro Ausleihe, Titel: „Hochdruckreiniger – bei Alex“.
  • Buchungsregel: Erst eintragen, dann abholen – nicht anders herum.
  • Pufferzeiten: z. B. 2 Stunden für Abholung/Rückgabe, besonders bei weiten Wegen.

Praxis-Tipp aus vielen Haushalten in DE/AT: Bei Wochenendprojekten ist Freitagabend bis Sonntagabend die typische Peak-Zeit. Plant für häufig genutzte Geräte optional einen „Wochenend-Slot“ und einen „Werktags-Slot“.

Verbrauchsmaterial & Abnutzung fair regeln (ohne Kleinlichkeit)

Der häufigste Knackpunkt ist nicht das Gerät selbst, sondern alles drumherum: Bits, Schleifpapier, Akkus, Reinigungsmittel, Öl. Ein fairer Ansatz verhindert Diskussionen.

Die 3 einfachen Prinzipien

  • „Wer verbraucht, ersetzt“: Schleifpapier, Trennscheiben, Dübel, Schrauben sind Sache der nutzenden Person.
  • „Voll zurück“ bei Betriebsstoffen: Benzin-Geräte (falls vorhanden) oder Spezialreiniger – am besten klar definieren.
  • Akkus sind heikel: Akkus nicht leer lagern, nicht tiefentladen zurückgeben.

Gemeinsame Verbrauchskasse (optional)

Wenn ihr öfter teures Zubehör braucht (z. B. Säbelsägeblätter in guter Qualität), kann eine kleine Kasse Sinn machen. In Deutschland und Österreich nutzen viele dafür unkompliziert:

  • Splitwise oder ähnliche Apps fürs Aufteilen
  • eine gemeinsame „Tool-Kasse“ (z. B. 10–20 € pro Person im Jahr)

Haftung, Versicherung, Schäden: Was ist realistisch im Freundeskreis?

Rechtliche Fragen wirken im Freundeskreis oft unangenehm – aber ein kurzer Konsens schützt die Beziehung. Grundsätzlich gilt: Bei privaten Leihgaben können Schäden schnell zu Missverständnissen führen, besonders wenn es um teure Elektrogeräte geht.

Pragmatische Schadensregel (bewährt)

  • Normale Abnutzung trägt die Eigentümerperson (oder der Tool-Pool).
  • Selbstverschuldete Schäden durch Fehlbedienung übernimmt die nutzende Person (Reparatur oder Zeitwert).
  • Unklare Fälle: 50/50-Lösung oder gemeinsamer Beschluss – Hauptsache transparent.

Hilfreich ist außerdem, vor der Ausleihe kurz zu dokumentieren: Foto vom Zustand (z. B. intaktes Kabel, Zubehör vollständig). Das ist keine Misstrauensnummer, sondern reduziert Unsicherheit.

Hinweis: Versicherungsfragen (Privathaftpflicht, Hausrat) sind je nach Vertrag in Deutschland und Österreich unterschiedlich. Wenn ein Gerät sehr teuer ist, lohnt sich ein kurzer Blick in die Police oder ein Gespräch mit der Versicherung. Im Zweifel hilft eine einfache Gruppenregel mehr als juristische Perfektion.

Sicherheit geht vor: Kurze Einweisung statt langer Diskussion

Werkzeuge können gefährlich sein – gerade Trenn-, Säge- und Fräsgeräte. Wer teilt, sollte auch eine Sicherheitskultur etablieren. Das schützt Menschen und Geräte.

Mini-Sicherheitscheck (immer vor dem Start)

  • Sichtprüfung: Kabel, Stecker, Gehäuse, Schutzhauben
  • Passendes Zubehör: richtige Scheibe, scharfe Sägeblätter, korrekte Bohrer
  • Schutz: Brille, Gehörschutz, Handschuhe (wo sinnvoll)
  • Arbeitsplatz: stabile Auflage, keine Stolperfallen

Einweisung in 5 Minuten: Was erklärt werden sollte

  • Start/Stop, Not-Aus (falls vorhanden)
  • Wie man Zubehör korrekt befestigt
  • Was das Gerät gar nicht mag (z. B. Nassbetrieb, Überlastung)
  • Reinigung nach Nutzung

Der große Vorteil in DE/AT: Qualität lohnt sich – gemeinsam noch mehr

In Deutschland und Österreich ist die Bereitschaft groß, für Werkzeuge mit guter Verarbeitung zu zahlen – gleichzeitig wollen viele nicht für jedes seltene Projekt ein Premiumgerät kaufen. Ein geteilter Werkzeugbestand kann hier ein Sweet Spot sein: Ihr kauft weniger, dafür besser.

Praktische Strategie: Legt euch im Freundeskreis auf ein Akkusystem fest (z. B. 18V-Plattform). Dann können Akkus und Ladegeräte geteilt werden, und ihr müsst nicht für jede Marke eigenes Zubehör vorhalten. Das reduziert Kosten und Chaos.

Werkzeug-Sharing in der Praxis: 3 konkrete Szenarien

Szenario 1: Wochenend-Renovierung in der Mietwohnung

Du willst Regale anbringen, Lampen montieren und eine Wand spachteln. Statt alles zu kaufen, leihst du:

  • Bohrhammer + passender Bohrer (Beton/Lochstein)
  • Kreuzlinienlaser
  • Nass-/Trockensauger

Regel-Hack: Reserviere das Set als Paket und gib es gesammelt zurück. Das minimiert fehlende Teile.

Szenario 2: Gartenaktion im Frühling (Deutschland/Österreich Klassiker)

Hecke schneiden, Terrasse reinigen, Rasen fit machen. Typische Shared-Tools:

  • Hochdruckreiniger
  • Vertikutierer
  • Heckenschere

Planungstipp: Macht ein „Garten-Wochenende“ im Freundeskreis, bei dem Geräte rotieren. So werden Wege kürzer, und niemand blockiert ein Tool zwei Wochen lang.

Szenario 3: Umzug & Möbelaufbau

Hier geht es oft um Zeitdruck. Ein gemeinsamer Werkzeugkoffer für Umzüge spart Nerven:

  • Akkuschrauber (2 Akkus)
  • Bit-Set + Torx (bei vielen Möbeln relevant)
  • Wasserwaage, Maßband, Cuttermesser
  • Sackkarre (falls vorhanden)

Wichtig: Bei Umzügen gehen Kleinteile gern verloren. Nutzt kleine Boxen im Koffer und macht am Ende eine 2-Minuten-Inventur.

Aufbewahrung & Logistik: Wo lagern die gemeinsamen Werkzeuge?

Beim Teilen scheitert es selten an der Bereitschaft, sondern an der Frage: Wo ist das Gerät gerade? und Wer hat Platz?

Bewährte Lager-Optionen

  • Tool-Host: Eine Person lagert die häufig genutzten Geräte (Garage/Keller). Vorteil: klare Anlaufstelle.
  • Verteilte Lagerung: Geräte bleiben bei den Eigentümer:innen; Inventarliste zeigt Standort.
  • Projektlager: Für 2–4 Wochen lagern Tools dort, wo das Projekt stattfindet (mit Kalender-Eintrag).

Transport-Tipps, die Schäden verhindern

  • Originalkoffer nutzen (wenn vorhanden)
  • Kabel ordentlich aufwickeln, nicht knicken
  • Akkus separat und trocken transportieren
  • Bei Hochdruckreinigern: Restwasser beachten, Frost vermeiden

Checklisten: So wird Teilen zur Gewohnheit

Checkliste für Ausleiher:innen (vor Abholung)

  • Ist das Tool im Kalender reserviert?
  • Habe ich Zubehör/Verbrauchsmaterial selbst?
  • Weiß ich, wie das Gerät funktioniert (kurzes Video/Einweisung)?
  • Ist Rückgabezeitpunkt klar?

Checkliste bei Rückgabe

  • Gereinigt (so gut wie realistisch)?
  • Vollständig (Koffer, Aufsätze, Schlüssel, Anleitung)?
  • Schaden/Problem offen angesprochen?
  • Kalender-Eintrag beendet oder Status auf „frei“ gesetzt?

Tool-Sharing-Kultur: So motiviert ihr auch stille Mitmacher:innen

In vielen Gruppen gibt es ein paar sehr aktive Heimwerker:innen und einige, die selten fragen. Damit das System nicht kippt, helfen kleine soziale Mechanismen:

  • „Bring one, use many“: Wer wenig besitzt, bringt anderes ein (z. B. Anhänger, Transporthilfe, Know-how, Hilfezeit).
  • Projekt-Tage: Gemeinsame Aktionen (z. B. „Samstag: 3 Balkone bohren“) schaffen Ausgleich.
  • Transparenz über Neuanschaffungen: Vor dem Kauf kurz in die Gruppe fragen – vielleicht hat es schon jemand.

Second-Hand, Mieten oder Teilen – was passt wann?

Teilen ist nicht immer die beste Lösung. Eine kurze Entscheidungshilfe:

  • Teilen: Wenn das Tool selten gebraucht wird, aber im Freundeskreis immer wieder auftaucht (Hochdruckreiniger, Leiter).
  • Mieten: Wenn es sehr teuer ist oder nur einmalig gebraucht wird (z. B. Bodenschleifmaschine).
  • Second-Hand kaufen: Wenn du es regelmäßig brauchst und ein gutes Angebot findest.

Gerade in Deutschland und Österreich ist Mieten bei Baumärkten verbreitet – aber häufig ist der Aufwand (Kaution, Öffnungszeiten, Transport) höher als eine Ausleihe im Freundeskreis. Deshalb kann die Kombination ideal sein: Basispool teilen, Spezialgeräte mieten.

Mini-Guide: So startet ihr in 7 Tagen

  1. Tag 1: Gruppe festlegen (3–10 Personen), Chat starten.
  2. Tag 2: Gemeinsames Dokument/Sheet anlegen.
  3. Tag 3: Jede Person trägt 5–15 Geräte ein (mit Foto, Zubehör, Standort).
  4. Tag 4: Regeln als kurze Liste fixieren (Rückgabe, Verbrauch, Schäden).
  5. Tag 5: Gemeinsamen Kalender erstellen.
  6. Tag 6: 1–2 „Tool-Pool“-Käufe vorschlagen (z. B. Laser, Leiter) und abstimmen.
  7. Tag 7: Erste Ausleihe bewusst durchführen und Ablauf optimieren.

FAQ: Häufige Fragen rund ums Teilen von Werkzeugen

Wie oft sollte man die Inventarliste aktualisieren?

Immer dann, wenn ein Gerät neu dazukommt, wegfällt oder den Standort wechselt. Praktisch: ein kurzer monatlicher „Ping“ in der Gruppe („Bitte checkt eure Einträge“).

Was, wenn jemand ständig zu spät zurückgibt?

Mit einer klaren Regel reagieren: einmal freundlich erinnern, dann nur noch Ausleihe mit fixem Termin oder Priorität für andere. Wichtig: sachlich bleiben, nicht passiv-aggressiv.

Wie verhindert man, dass Geräte kaputtgehen?

Durch Einweisung, kurze Sicherheitschecks und die Regel „Bei Unsicherheit kurz nachfragen“. Viele Schäden entstehen durch falsches Zubehör (z. B. falsche Scheibe am Winkelschleifer) oder Überlastung.

Sollten wir gemeinsame Premiumgeräte kaufen?

Wenn das Gerät oft gebraucht wird, ja. Für seltene Spezialanwendungen ist Miete oft sinnvoller. Ein guter Mittelweg: gemeinsamer Kauf eines robusten Allrounders (z. B. Bohrhammer), Spezialgeräte nur bei Bedarf.

Fazit: Teilen ist die neue Werkzeugkiste – wenn ihr es klug organisiert

Werkzeuge müssen nicht in jedem Haushalt doppelt stehen. Wer Werkzeuge im Freundeskreis teilen möchte, braucht keine perfekte App und keinen Verein – sondern eine Inventarübersicht, einen Kalender und faire Regeln für Rückgabe, Verbrauchsmaterial und Schäden. Gerade in Deutschland und Österreich, wo Qualität, Ordnung und Verlässlichkeit geschätzt werden, kann ein gut organisierter Tool-Pool schnell zur Lieblingslösung werden: weniger Kosten, weniger Chaos, mehr Möglichkeiten für Projekte, die man sonst aufschieben würde.

Wenn ihr heute startet, habt ihr in einer Woche ein System, das sich anfühlt wie eine gemeinsame, gut sortierte Werkstatt – nur ohne dass jede Person alles kaufen muss.

Siehe auch

Was mir wirklich guttut: 7 einfache Wege zu mehr Energie, Ruhe und Lebensfreude
Was mir wirklich guttut: 7 einfache Wege zu mehr Energie, Ruhe und Lebensfreude
Mehr Energie, innere Ruhe und echte Lebensfreude klingen oft nach…
Deine Morgenroutine ohne Stress: So startest du entspannt in den Tag – ganz ohne frühes Aufstehen
Deine Morgenroutine ohne Stress: So startest du entspannt in den Tag – ganz ohne frühes Aufstehen
Viele Menschen wünschen sich einen entspannten Start in den Tag…
Mehr Ordnung im Alltag – mit kleinen Handgriffen zu einem aufgeräumten Leben
Mehr Ordnung im Alltag – mit kleinen Handgriffen zu einem aufgeräumten Leben
Ein aufgeräumter Alltag fühlt sich oft wie Luxus an –…
Gemeinsame Abendrituale: So gestaltet ihr eure perfekte Abendroutine zu zweit
Gemeinsame Abendrituale: So gestaltet ihr eure perfekte Abendroutine zu zweit
Ein guter Abend zu zweit entsteht selten „zufällig“. Oft sind…
Magische Sommerabende im Freien: So machst du es dir draußen richtig gemütlich
Magische Sommerabende im Freien: So machst du es dir draußen richtig gemütlich
Wenn die Sonne langsam hinter den Dächern verschwindet, beginnt die…
Weg damit – So sortierst du Dinge aus, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben
Weg damit – So sortierst du Dinge aus, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben
Du willst Platz schaffen, aber jedes Teil fühlt sich an…
Chaos zu zweit? So gelingt Ordnung im gemeinsamen Haushalt – ohne Streit
Chaos zu zweit? So gelingt Ordnung im gemeinsamen Haushalt – ohne Streit
Zusammenziehen klingt romantisch – bis der erste Streit um herumliegende…
Aus Resten wird Genuss: Kreative Suppenideen gegen Gemüseverschwendung
Aus Resten wird Genuss: Kreative Suppenideen gegen Gemüseverschwendung
Gemüseabschnitte, schrumpelige Karotten oder der letzte Rest Sellerie landen im…
Dein Wohlfühlkorb für entspannte Abende: Ideen, die Körper und Seele zur Ruhe bringen
Dein Wohlfühlkorb für entspannte Abende: Ideen, die Körper und Seele zur Ruhe bringen
Ein entspannter Abend beginnt oft mit kleinen Ritualen: warmes Licht,…
Chaos im Bastelzimmer? So bringst du deine angefangenen Hobbyprojekte clever in Ordnung
Chaos im Bastelzimmer? So bringst du deine angefangenen Hobbyprojekte clever in Ordnung
Ein Bastelzimmer kann ein Ort voller Ideen sein – oder…

Zuletzt angesehen