Selbstgekochte Baby-Beikost ist für viele Familien in Deutschland und Österreich der perfekte Mix aus Kontrolle über die Zutaten, gutem Geschmack und einem guten Gefühl. Doch im Alltag fehlt oft die Zeit, täglich frisch zu kochen. Genau hier hilft ein smarter Vorrat: Beikost portionsweise einfrieren macht das Leben leichter – und sorgt dafür, dass dein Baby auch an stressigen Tagen eine ausgewogene Mahlzeit bekommt. In diesem Artikel erfährst du Schritt für Schritt, wie du Brei & Fingerfood richtig vorbereitest, hygienisch abfüllst, sinnvoll beschriftest und sicher auftauen kannst. Dazu gibt’s praktische Portionierungs-Tipps, Empfehlungen zu Behältern und häufige Fehler, die du vermeiden solltest – angepasst an gängige Küchenroutinen und Produkte in DACH (z. B. DM, Rossmann, Müller, BIPA, Spar, Rewe, Hofer/Aldi, Lidl).

Warum es so sinnvoll ist, Baby-Beikost in Portionen einzufrieren

Wenn die Beikost startet (klassisch um den 5.–7. Monat, je nach Entwicklung und ärztlicher Empfehlung), prallen zwei Welten aufeinander: Du möchtest nährstoffreiche, abwechslungsreiche Mahlzeiten anbieten – gleichzeitig ist der Tagesablauf mit Baby oft unberechenbar. Vorkochen und Einfrieren ist deshalb kein „Food-Trend“, sondern eine echte Alltagshilfe.

Das Prinzip ist simpel: Du kochst 1–2 Mal pro Woche größere Mengen und frierst sie in kleinen, babygeeigneten Portionen ein. So sparst du Zeit, reduzierst Stress und kannst trotzdem flexibel bleiben. Gerade in Deutschland und Österreich ist diese Art von Meal-Prep beliebt, weil viele Familien Wert auf selbstgekochte Zutaten, saisonales Gemüse und transparente Herkunft legen.

Die größten Vorteile auf einen Blick

  • Zeitsparend: Anstatt täglich zu kochen, greifst du auf fertige Portionen zurück.
  • Weniger Lebensmittelverschwendung: Du taust nur das auf, was wirklich gegessen wird.
  • Planungssicherheit: Ideal für Tage mit Terminen, Kita-Eingewöhnung von Geschwisterkindern oder unterwegs.
  • Kontrolle über Zutaten: Du bestimmst, was drin ist – ohne unnötige Zusätze.
  • Abwechslungsreich: Mit einem kleinen „Brei-Fundus“ kannst du täglich variieren.

Grundlagen: Was beim Einfrieren von Baby-Beikost wichtig ist

Bevor es an Rezepte und Portionen geht, lohnt sich ein kurzer Blick auf die Basics: Hygiene, geeignete Konsistenz und sichere Temperaturen. Beim Thema Babyernährung gilt: lieber einfach, sauber, nachvollziehbar statt kompliziert.

Hygiene & Lebensmittelsicherheit: die wichtigsten Regeln

  • Saubere Arbeitsfläche und frisch gespülte Utensilien (Schneidebrett, Mixer, Löffel, Topf).
  • Hände waschen (vor dem Kochen, nach dem Windelwechsel, nach dem Rohfleischkontakt).
  • Schnell abkühlen: Gekochte Beikost nicht stundenlang bei Raumtemperatur stehen lassen.
  • Einmal aufgetaut = nicht erneut einfrieren (Ausnahme: wenn es im Kühlschrank aufgetaut und nicht erwärmt wurde – trotzdem bei Babybrei lieber vermeiden).
  • Reste aus dem Babylöffel nicht zurück in die Dose geben (Speichel = Keime).

Welche Temperatur braucht das Gefrierfach?

Für das sichere Einfrieren gilt: -18 °C (oder kälter). In vielen Haushalten in Deutschland und Österreich sind Gefrierfächer im Kühlschrank kleiner – das funktioniert, solange die Temperatur stabil bleibt. Ein kleines Gefrierthermometer kann helfen, die Kälte zu kontrollieren, besonders wenn häufig geöffnet wird.

Konsistenz: Brei, stückig oder Fingerfood?

Je nach Beikost-Start (klassische Breie oder BLW/Fingerfood-orientiert) frierst du unterschiedlich ein:

  • Gemüse- oder Obstpüree lässt sich sehr gut einfrieren.
  • Kartoffelbrei kann nach dem Auftauen „glasig“ oder wässrig werden – mit etwas Öl und gutem Rühren wird es oft wieder cremig.
  • Stückige Konsistenzen funktionieren, wenn die Stücke weich sind (z. B. sehr weich gekochte Gemüsesticks).
  • Fingerfood (z. B. Gemüsepuffer) lässt sich ebenfalls einfrieren, idealerweise vorgegart und dann schonend aufgewärmt.

Portionierung: Welche Mengen sind sinnvoll?

Der Schlüssel zu stressfreiem Vorkochen ist die richtige Portionsgröße. Babys essen am Anfang sehr kleine Mengen – und die steigen nicht linear. Portionen sollten deshalb klein starten und bei Bedarf kombiniert werden.

Orientierungswerte für Portionen (ohne Gewähr)

Jedes Kind ist anders. Als grobe Orientierung kannst du so planen:

  • Start (erste Wochen): 30–60 g pro Portion (Gemüse pur).
  • Nach und nach: 80–120 g (Gemüse-Kartoffel-Fleisch/Fisch bzw. vegetarisch).
  • Ab etwa 8–10 Monaten: 120–200 g (je nach Mahlzeit und Appetit).

Praktisch ist ein Baukasten: Du frierst Gemüse, Kohlenhydrate und Protein teils separat ein. So kannst du Portionen flexibel kombinieren – genau dann, wenn dein Baby plötzlich heute „mehr“ und morgen „weniger“ möchte.

Der Baukasten-Ansatz (sehr alltagstauglich)

  • Gemüse-Basis in 30–60 g Würfeln (z. B. Kürbis, Karotte, Pastinake, Zucchini).
  • Kohlenhydrat in 20–40 g Portionen (z. B. Kartoffel, Süßkartoffel, Hirsebrei, Hafer).
  • Protein in kleinen Mengen (z. B. Fleischpüree 10–20 g, Linsen/Erbsenpüree 15–30 g).
  • Obst in 30–60 g Portionen (für Getreide-Obst-Brei oder als Topping).

Geeignete Behälter: Was sich in Deutschland & Österreich bewährt

Wer Beikost portionsweise einfrieren möchte, steht schnell vor der Frage: Glas, Silikon, Plastik, Eiswürfelform? Die gute Nachricht: Es gibt viele gute Lösungen. Wichtig sind Dichtigkeit, Lebensmittelechtheit und einfache Handhabung.

Option 1: Eiswürfelformen (Silikon)

Silikonformen sind ideal, um kleine Portionen herzustellen. Nach dem Durchfrieren kannst du die Würfel in Gefrierbeutel oder Dosen umfüllen.

  • Vorteile: perfekte Mini-Portionen, platzsparend, gut kombinierbar.
  • Nachteile: Ohne Deckel können Gerüche übertragen werden; manche Formen sind schwer zu reinigen.

Option 2: Kleine Glasbehälter mit Schraubdeckel

Glas ist geschmacksneutral und hygienisch. Achte darauf, dass das Glas gefriergeeignet ist und genug Platz bleibt (Flüssigkeit dehnt sich aus).

  • Vorteile: keine Verfärbungen, keine Gerüche, langlebig.
  • Nachteile: schwerer, Bruchrisiko, braucht mehr Platz.

Option 3: Kunststoff- oder Tritan-Döschen

Viele Eltern nutzen Babyportionierer aus dem Drogeriemarkt (DACH-typisch: DM, Rossmann, Müller, BIPA) oder Meal-Prep-Behälter. Achte auf BPA-frei und auf die Kennzeichnung für Gefrierfach und Mikrowelle (falls genutzt).

  • Vorteile: leicht, stapelbar, oft mit Skala.
  • Nachteile: kann Gerüche annehmen, eventuell Verfärbungen (z. B. durch Karotte/Kürbis).

Option 4: Gefrierbeutel (nur als zweite Stufe)

Beutel sind super, wenn du gefrorene Würfel sammelst oder flache „Brei-Platten“ einfrierst (platzsparend). Direkter Kontakt von heißem Brei mit dünnem Beutel ist aber unpraktisch.

  • Vorteile: sehr platzsparend, günstig.
  • Nachteile: weniger stabil, mehr Müll, Beschriftung wichtig.

Schritt-für-Schritt: Beikost vorkochen und richtig einfrieren

Damit dein Vorrat wirklich alltagstauglich wird, lohnt sich ein klarer Ablauf. Der funktioniert auch, wenn du nur 60–90 Minuten Zeit hast.

1) Einkauf & Planung (10 Minuten)

Setze auf saisonales Gemüse, wie es in Deutschland und Österreich gut erhältlich ist. Beispiele:

  • Herbst/Winter: Kürbis, Pastinake, Karotte, Kartoffel, Brokkoli, Birne, Apfel
  • Frühling/Sommer: Zucchini, Fenchel, Erbsen, Blumenkohl, Pfirsich, Aprikose (als Mus)

Plane am Anfang lieber milde Kombinationen und steigere die Vielfalt schrittweise.

2) Kochen: schonend garen

Schonendes Garen (Dämpfen oder Kochen mit wenig Wasser) hilft, den Geschmack zu erhalten. Für viele Familien ist ein Dampfgar-Einsatz im Topf die günstigste Lösung. Alternativ funktioniert ein Thermomix/ähnliche Küchenmaschinen oder ein einfacher Pürierstab.

3) Pürieren & Konsistenz anpassen

Püriere fein (zum Start) oder lass es stückiger, wenn dein Baby schon weiter ist. Du kannst die Konsistenz mit:

  • abgekochtem Wasser (für dünneren Brei),
  • Muttermilch/Pre-Nahrung (erst nach dem Erwärmen zugeben, nicht mitkochen),
  • Gemüse-Kochwasser (sparsam, wegen möglicher Nitratbelastung bei bestimmten Gemüsen nicht exzessiv verwenden)

ergänzen.

4) Schnell abkühlen lassen (wichtig!)

Damit sich Keime nicht vermehren, sollte Beikost nach dem Kochen zügig abkühlen. Praktisch:

  • Topf in ein kaltes Wasserbad stellen und umrühren.
  • In flache Behälter umfüllen (kühlt schneller).

5) Portionieren, beschriften, einfrieren

Fülle die abgekühlte Beikost in Portionen ab. Beschrifte jede Einheit mit:

  • Inhalt (z. B. „Kürbis-Kartoffel“)
  • Datum
  • Optional: Allergen-Hinweis (z. B. „mit Ei“, „mit Fisch“)

So vermeidest du „Mystery-Brei“ nach zwei Wochen.

Wie lange ist eingefrorene Baby-Beikost haltbar?

Im Gefrierfach halten sich viele Speisen lange, aber Qualität und Geschmack verändern sich. Für Baby-Beikost ist ein eher konservativer Umgang sinnvoll.

Faustregeln für gute Qualität

  • Gemüsepüree: ca. 2–3 Monate
  • Obstmus: ca. 2–3 Monate
  • Mahlzeiten mit Fleisch/Fisch: eher 1–2 Monate
  • Getreidebrei: ca. 1–2 Monate (Konsistenz kann sich verändern)

Wenn dein Gefrierfach häufig geöffnet wird oder stark vereiste Bereiche hat, kann die Qualität schneller nachlassen. Notiere dir grob, was zuerst verbraucht werden sollte („First in, first out“).

Auftauen & Erwärmen: sicher, schnell und nährstoffschonend

Das Einfrieren ist nur die halbe Miete – wichtig ist, wie du wieder servierst. Hier passieren die meisten Fehler.

Die besten Methoden zum Auftauen

  • Im Kühlschrank (über Nacht): sehr schonend, gut planbar.
  • Im Wasserbad: Portion im Glas/Behälter erwärmen, gelegentlich rühren.
  • Direkt im Topf: mit etwas Wasser bei niedriger Hitze, häufig rühren.

Mikrowelle – ja oder nein?

In vielen Haushalten in DACH ist die Mikrowelle Alltag. Sie kann funktionieren, wenn du sorgfältig bist:

  • In kurzen Intervallen erwärmen.
  • Sehr gut umrühren (Hotspots vermeiden).
  • Temperatur prüfen (am besten am Handgelenk oder mit sauberem Löffel).

Wichtig: Babybrei sollte nicht kochend heiß sein.

Wieder einfrieren? Lieber nicht

Aufgetaute Beikost sollte zügig verbraucht werden. Was dein Baby im Schälchen übrig lässt, wird entsorgt – so ärgerlich es ist. Wenn du merkst, dass oft etwas übrig bleibt, ist das ein Zeichen, die Portionen kleiner zu wählen oder stärker modular zu kombinieren.

Welche Beikost lässt sich gut einfrieren – und welche eher nicht?

Nicht alles kommt nach dem Auftauen gleich gut heraus. Damit du weniger Frust hast, hier eine praxistaugliche Übersicht.

Sehr gut geeignet

  • Kürbis, Karotte, Pastinake, Süßkartoffel
  • Zucchini, Brokkoli, Blumenkohl (können etwas Wasser ziehen – gut umrühren)
  • Obstmus aus Apfel, Birne, Pflaume (Pflaume eher in kleinen Mengen)
  • Linsen-/Kichererbsenpüree (mild gewürzt bzw. ungewürzt)

Mit Einschränkungen geeignet

  • Kartoffel: Textur kann mehlig/wässrig werden → mit Öl und kräftigem Rühren verbessern.
  • Reis: kann trocken werden → beim Erwärmen etwas Wasser zugeben.
  • Milchhaltige Breie: können ausflocken → besser frisch zubereiten oder Milch erst nach dem Erwärmen zugeben.

Eher ungeeignet (oder nur bedingt)

  • Rohe Gurke, Salat (Textur leidet stark)
  • Sehr wasserreiches Obst (z. B. Melone) – wird matschig
  • Stark gewürzte Speisen (für Baby ohnehin nicht empfohlen)

Praktische Kombis für den Tiefkühler (Brei-Baukasten)

Damit du nicht jeden Tag neu überlegen musst, hier alltagstaugliche Kombinationen, die in vielen Familien gut ankommen. Du kannst sie als einzelne Komponenten einfrieren und später mischen.

Milde Gemüse-Basics

  • Kürbis + Kartoffel + Rapsöl
  • Pastinake + Kartoffel + (optional) etwas Birne
  • Karotte + Süßkartoffel
  • Zucchini + Kartoffel

Mit Protein (je nach Beikost-Phase)

  • Brokkoli + Kartoffel + Rind (oder Linsenpüree)
  • Kürbis + Hirse + Huhn
  • Blumenkohl + Kartoffel + Fisch (milde Sorten)

Getreide-Obst (häufig als Nachmittagsbrei)

  • Hafer + Apfelmus (Apfelmus separat einfrieren, Hafer frisch oder als Basis vorkochen)
  • Hirse + Birnenmus

Tipp: Viele Eltern in Deutschland/Österreich verwenden Rapsöl als Standardöl in der Beikost (mild, gutes Fettsäuremuster). Öl gibst du idealerweise erst nach dem Erwärmen dazu, so bleibt der Geschmack frischer.

Alltags-Workflow: 90 Minuten pro Woche, die alles verändern

Wenn du das Gefühl hast, „Meal Prep“ sei ein riesiges Projekt: Es geht auch klein. Hier ein Beispiel-Workflow, der sich mit Baby gut umsetzen lässt.

Beispiel: Mini-Prep am Sonntag

  • 00:00–00:10 Gemüse waschen/schälen, Wasser aufsetzen
  • 00:10–00:35 dämpfen/kochen (parallel Küche aufräumen)
  • 00:35–00:50 pürieren, Konsistenz anpassen
  • 00:50–01:05 im Wasserbad abkühlen
  • 01:05–01:20 portionieren & beschriften
  • 01:20–01:30 einfrieren, spülen, fertig

So entsteht ein Vorrat für mehrere Tage. Und wenn du nur 45 Minuten schaffst: Dann mach eben nur 1–2 Sorten – Hauptsache, es entlastet dich.

Beschriften & Organisieren: So findest du alles schnell wieder

Gerade kleine Gefrierfächer (typisch in Mietwohnungen in deutschen Großstädten oder in kompakten Küchen in Österreich) brauchen Ordnung. Sonst gehen Portionen unter.

Simple Organisationssysteme

  • Schubladen-Zonen: Gemüse / Obst / komplette Mahlzeiten
  • Gefrierbox als „Beikost-Kiste“ (alle Würfelbeutel an einem Ort)
  • FIFO-Prinzip: Neues nach hinten/unten, Altes nach vorne/oben

Etiketten-Tipp

Nutze ablösbare Etiketten oder Kreppband + wasserfesten Stift. Bei Silikonformen: erst nach dem Umfüllen in Beutel/Dosen beschriften.

Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest

Viele Probleme entstehen nicht durch das Einfrieren selbst, sondern durch Kleinigkeiten in der Praxis. Wenn du diese Punkte beachtest, klappt das Beikost portionsweise einfrieren deutlich entspannter.

Fehler 1: Zu große Portionen einfrieren

Zu Beginn reichen Miniportionen. Lieber klein einfrieren und bei Bedarf zwei Würfel mehr nehmen, als regelmäßig Reste zu entsorgen.

Fehler 2: Heiß abfüllen und sofort einfrieren

Heißes Essen erhöht die Temperatur im Gefrierfach, andere Lebensmittel tauen an und die Eiskristallbildung wird ungünstig. Besser: erst abkühlen, dann einfrieren.

Fehler 3: Keine Luft lassen (bei Glas)

Fülle Gläser nicht randvoll. Flüssigkeit dehnt sich aus – sonst kann das Glas springen.

Fehler 4: Unklare Beschriftung

„Orange Brei“ ist nach zwei Wochen kein hilfreicher Hinweis mehr. Inhalt + Datum machen den Unterschied.

Fehler 5: Zu selten umrühren beim Erwärmen

Besonders beim Auftauen in der Mikrowelle oder im Topf: Gut rühren, damit keine heißen Stellen entstehen und die Konsistenz wieder homogen wird.

Beikost einfrieren bei BLW/Fingerfood: So klappt’s

Nicht jede Familie macht klassische Breie. Viele kombinieren BLW (Baby-led Weaning) mit Löffelbrei. Auch hier kann Einfrieren helfen – nur eben etwas anders.

Geeignete Fingerfood-Ideen zum Einfrieren

  • Gemüsesticks (vorgegart, z. B. Karotte, Süßkartoffel): einzeln vorfrieren, dann sammeln.
  • Hafer-Bananen-Pancakes (ohne Zucker): portionsweise einfrieren.
  • Gemüsewaffeln oder Gemüsepuffer: nach dem Abkühlen einfrieren, im Ofen sanft aufbacken.

So bleibt Fingerfood nach dem Auftauen besser

  • Speisen nicht zu weich garen, sonst werden sie matschig.
  • Zum Aufwärmen lieber Ofen/Heißluft statt Mikrowelle (mehr Struktur).
  • Portionen flach einfrieren, damit sie schneller durchfrieren.

Ernährungsaspekte: Nährstoffe, Fette und Abwechslung

Das Einfrieren verändert nicht „alles“, aber ein paar Dinge sind gut zu wissen. Vitamine können sich beim Lagern und Erwärmen teilweise reduzieren. Dafür ist der Stress im Alltag geringer – und das führt oft dazu, dass insgesamt regelmäßiger und ausgewogener angeboten wird.

Fettzugabe: oft der Gamechanger

Viele Beikost-Pläne in Deutschland und Österreich empfehlen eine Fettkomponente (z. B. Rapsöl) für die Energie und die Aufnahme fettlöslicher Vitamine. Ein praktischer Trick:

  • Friere den Brei ohne Öl ein.
  • Gib das Öl erst nach dem Erwärmen dazu und rühre gut um.

Abwechslung ohne Chaos

Varianz muss nicht heißen, jeden Tag ein neues Rezept zu kochen. Schon kleine Drehungen bringen Vielfalt:

  • Gemüse-Basis gleich lassen, aber Protein wechseln (Linsen statt Fleisch).
  • Obstmus als milde „Geschmacksbrücke“ (z. B. Birne zu Pastinake).
  • Textur anpassen: mal feiner, mal leicht stückig.

Beispiele für einen kleinen Tiefkühl-Vorrat (7–10 Tage)

Wenn du erst startest, ist ein überschaubarer Vorrat ideal. Hier ein Beispiel, das in ein normales Gefrierfach gut passen kann:

  • 8–10 Würfel Kürbispüree (je 40–50 g)
  • 8–10 Würfel Pastinake (je 40–50 g)
  • 6–8 Würfel Süßkartoffel (je 40–50 g)
  • 6–8 Würfel Apfel-Birnen-Mus (je 40–50 g)
  • 6 Portionen komplette Mahlzeit (z. B. Gemüse + Kartoffel + Protein), je 120 g

So kannst du jeden Tag spontan kombinieren, ohne dich festzulegen.

FAQ: Häufige Fragen rund ums portionsweise Einfrieren

Kann ich Beikost in Gläschen einfrieren?

Ja, wenn das Glas gefriergeeignet ist und du Platz zum Ausdehnen lässt. Viele handelsübliche Babygläschen sind nicht dafür gemacht. Sicherer sind spezielle Gefriergläser oder kleine Schraubgläser mit dickem Glas.

Wie verhindere ich Gefrierbrand?

Gefrierbrand entsteht durch Luftkontakt. Abhilfe:

  • Behälter gut füllen (aber nicht überfüllen), wenig Luft im Behälter.
  • Würfel nach dem Durchfrieren luftdicht umfüllen.
  • Gefrierfach nicht ständig offen lassen.

Warum wird mein Brei nach dem Auftauen wässrig?

Das ist häufig bei Kartoffel, Zucchini oder Brokkoli. Lösung:

  • Beim Erwärmen gründlich rühren oder kurz mit dem Pürierstab aufmixen.
  • Etwas Getreideflocken (z. B. Hafer) einrühren, wenn es zur Mahlzeit passt.

Kann ich Muttermilch mit einfrieren?

Du kannst Muttermilch separat einfrieren und später zum Anrühren nutzen. Viele Eltern geben Muttermilch oder Pre lieber nach dem Erwärmen zum Brei, statt sie mitzukochen, um unnötige Nährstoffverluste zu vermeiden.

Fazit: Frisch, flexibel und deutlich weniger Stress

Wer Beikost portionsweise einfrieren in den Alltag integriert, gewinnt vor allem eines: Ruhe. Du musst nicht jeden Tag kochen, kannst aber trotzdem selbstgemachte Mahlzeiten anbieten – mit Zutaten, die in Deutschland und Österreich leicht verfügbar sind und zu eurer Familienküche passen.

Starte klein: ein bis zwei Gemüsesorten, saubere Portionierung, klare Beschriftung. Mit der Zeit entsteht ein Vorrat, der dir genau dann hilft, wenn das Baby quengelt, der Tag voll ist oder du einfach kurz durchatmen möchtest. Und das ist am Ende genauso wertvoll wie jedes perfekte Rezept.

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